Vor nicht einmal zwei Wochen habe ich mich dazu entschlossen, mir einen neuen Arbeitsplatte von Zuhause aus einzurichten. Da ich hin und wieder Arbeit mit nach Hause nehme oder Wochenend- oder Feiertags-Meeting über Skype und andere Messenger-Dienste wahrnehme, ist es mir wichtig, auch in den eigenen vier Wänden eine kleine Arbeitsinsel zu haben, auf der mich zurückziehen und meine Ruhe haben kann. Denn nur so kann ich meine Konzentration voll und ganz auskosten. Nun ja, und dann fiel mir in einem Möbelladen dieser tolle Eckschreibtisch, Holz, fast zwei Meter Länge, matte Oberfläche, sofort ins Auge. Nach wie vor bin ich von diesem Modell begeisterte und hoffe, dass es auch noch im nächsten Monat verfügbar ist. Gerade vor Weihnachten läuft ja der Run auf die besten und exklusivsten Geschenke. Da kann selbst ein Möbel schnell ausverkauft sein. Schließlich geben die Deutschen im Durchschnitt 280 Euro für die Festtagsgeschenke aus. Viele sogar bei Weitem noch mehr. Zur Top Ten der Weihnachtsgeschenke gehören zwar keine Möbel – meine Hoffnung steigt wieder – aber allerhand Elektronik, auch Kaffeemaschinen!!!, Computerspiele, Spielkonsolen und natürlich die neuesten Kinderspielzeuge wie die überarbeitete Barbie-Puppe oder das neue Playmobil-Puppenhaus. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Warum entscheidet man, auch ich, sich immer wieder für einen Holzschreibtisch und nicht für Metall, Glas oder Kunststoff?

Eckschreibtisch Holz

Eckschreibtisch: Holz als widerstandsfähiges und umweltbewusstes Material

Grundsätzlich ist Holz ein sehr ökologisches Material, das nachwachsend ist und notfalls wiederverwendet werden kann. So kommt es nicht selten vor, dass man in Second-Hand-Möbelhäusern oder auf dem Flohmarkt noch Holzmöbelstücke aus den 50er oder 60er Jahren findet. Sie sind einfach zu jener Zeit so extrem massiv gebaut wurden, dass sie selbst ihre Eigentümer überleben konnten. Nehmen wir beispielsweise Eichenholz, das lange Zeit als das Baumaterial schlechthin für Anbauwände, Kommoden und Co. galt. Noch heute finden sich bei der Eltern- und Großelterngeneration diese unkaputtbaren Möbel. Die jüngere Generation setzt hingegen lieber auf leichtere Holzarten wie Fichtenholz oder Linde, die transportabler sind und weniger sperrig aussehen. Mit der richtigen Pflege sind auch diese Holzmöbel über Jahre hinweg haltbar und können wie neu gekauft aussehen. Wie man sieht, besteht ein Vorteil von Holz darin, dass es sehr widerstandsfähig und robust ist.

Darüber hinaus ist die Ökobilanz von Holzmöbeln in aller Regel deutlich positiver als bei Plastik- oder Glasmöbeln, vor allem dann, wenn man heimische Produkte einkauft. Der Herstellungsprozess von Plastik ist nämlich sehr ressourcen-, zeit- und energieintensiv. Nicht selten kommen als Produktionsstätten Überseeländer oder Schwellenländer in Südostasien in Frage, die schneller, massenhafter und günstiger produzieren. Auch das kann sich sehr negativ auf die Ökobilanz auswirken. Denn beispielsweise einige chinesische Firmen halten keinerlei Umweltvorschriften ein. Ihnen geht der Profit über das Umweltbewusstsein, sodass nicht selten in China gefertigte Möbel (egal ob Holz oder Plastik) mit gesundheits- und klimaschädigenden Substanzen verseucht sein. Ähnliches gilt übrigens auch bei Färbe- und Reinigungsmitteln von Textilien. Meistens erkennt man bereits am sehr stark chemischen Geruch, dass etwas nicht stimmt.

Aus diesem Grund kaufe ich nur von deutschen Herstellern, die auch in Deutschland oder mindestens in Europa ihre Produktionsstätten haben. Und ich weiß, dass die Auswahl nicht mehr so groß ist wie noch vor 40 Jahren. Hier findet ihr übrigens eine Liste von allen Möbelherstellern, die das „Goldene M“ tragen. Ein Gütesiegel, was für besonders hochwertige Möbelhersteller steht, die Wert legen auf Haltbarkeit, Sicherheit, Materialgüte, Gesundheits- und Umweltverträglichkeit als auch auf Langlebigkeit. Auch das Siegel „Öko-Test“ kann Auskunft darüber geben, ob ein Möbel gut für die Umwelt und die Gesundheit ist. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man für kleinere Kinder einkauft. Diese lecken und tatschen nämlich alles an.

Reinigung von Holzmöbeln: ein Kinderspiel?

Wasserflecken, Kratzer und Kerben: All das sind die natürlichen Feinde der Holzmöbel. Und mit der Zeit zeichnen sie sich leider auf den Oberflächen des Materials ab. Denn die schützenden Lacke, Öle und Wachse, die anfangs für den herrlichen Glanz sorgen, verschwinden mit der Zeit. Nicht selten sind daran genau jene Mittel schuld, die eigentlich für mehr Sauberkeit sorgen sollen: die Möbelpolitur. Für meinen Eckschreibtisch Holz wurde bereits empfohlen, dass man ihn nur mit einem feuchten Baumwolltuch abwischen sollte, da man sonst Kratzer oder ähnliche Schäden riskiert. Die Restfeuchtigkeit muss danach aber sofort mit einem weiteren fusselfreien Tuch aufgenommen werden. Denn Holz arbeitet ständig, auch wenn es verarbeitet oder abgeschnitten wurde. Plastik ist da von der Oberflächenbeschaffenheit deutlich einfacher zu reinigen, Kratzer können aber auch hier schnell entstehen.

Sind die Holzmöbel sehr stark verschmutzt, so sollte man zusätzlich zum feuchten Baumwolltuch zu einer Naturseife ohne Parfüme oder andere chemische Stoffe greifen. Diese ist meistens recht teuer, aber es lohnt sich, des Materials wegen. Nach dem Reinigen wird die Oberfläche mit einem Vlies abgerieben und anschließend mit einem Öl oder Wachs aufpoliert. Diese Prozedur sollte man mindestens alle zwölf Monate wiederholen, da bereits nach wenigen Monaten der anfängliche Versiegelungsschutz deutlich nachlässt. Eine einfache Anleitung zum Aufpolieren findet ihr im folgenden Video:

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