Abenteuerreisen liegen hoch im Kurs, besonders bei den jungen Menschen. Und das hat seine Gründe: Schließlich möchte man raus aus dem Alltag, hinein in eine Welt, die man nur selten oder bis dato gar nicht zu Gesicht bekommen hat. Eine Welt, die so anders von jener ist, die einem täglich umgibt. Sie ist ökologischer als das Großstadtleben, ungezwungener als die Regeln, die einem durch die Arbeitswelt gesetzt werden. Sie ist frei von den Zwängen der Kommunikationsindustrie. Man legt einfach das Handy für ein paar Tage beiseite, klappt den Laptop zu und ist nicht mehr erreichbar. Ein Luxus, den sich die meisten von uns nicht gönnen. Das sollten sie aber. Schließlich kann man so neue Seiten an sich und auch am Leben entdecken. Abenteuerreisen vereinen all diese Vorteile der Freiheit und des Hinauskommens in sich. Und sogar noch viel mehr! Davon sind nicht nur die Reiseanbieter überzeugt, die diese Nische für sich erschlossen haben. Auch die Abenteuerurlauber schwören auf „IHREN“ Urlaub.

Der ultimative Aktivurlaub

Abenteuerreisen sind oft eng verknüpft mit einem Aktivurlaub. Schließlich suchen die Reisenden nach Herausforderungen, die anthropologischer Natur sein können, etwa beim Zusammenleben mit einem indianischen Stamm im Amazonas, oder sich auf sportliche Highlights beziehen. Sie lernen unentdeckte Orte kennen, fernab vom Neckermann-Tourismus und den All-Inclusive-Reisen und beschäftigen sich mit den Geheimnissen der Natur und Menschheit. Andere Abenteuerreisende sind weniger idealistisch veranlagt und wollen lediglich ihrem Hobby frönen. Sie schwingen sich auf ihr Cube Mountainbike, was sie mühsam im Fluggepäck verstaut haben und durchstreifen das Vorland der Rocky Mountains allein oder als Gruppe. Ihr ständiger Begleiter dabei ist das Zelt, so dass sie überall unter freiem Sternenhimmel übernachten können. Das verspricht nicht nur eine Extraportion Abenteuer, sondern bietet auch eine besondere Lektion im Survival-Training. Schließlich muss man in der Wildnis übernachten, seine tägliche Hygiene erledigen, Essen organisieren, und, und, und. Die Liste ist wohl schier endlos lang – und bringt einen zu den Ursprüngen der Menschheit zurück: dem autarken Nomadenleben.

Wieder andere Abenteuerreisende sehen eher das Wasser als ihr Element und folgen den Trendsportarten. Eine davon ist das Stand-up Paddling, vor allem seitdem die praktischen Inflatables (iSUP) auf dem Markt verfügbar sind. Diese lassen sich bequem auf dem Rücken durch den Großstadtdschungel oder vom Wasser zum Hotel transportieren, auch in abgelegene Gebiete wie zu Bergseen oder zu Wasserfällen. Wer sich in dieser Sportart noch nicht so gut auskennt, sollte lieber eine geführte Tour unternehmen. Diese werden mittlerweile in allen größeren und bekannteren Wassersportgebieten der Welt angeboten, unter anderem in den Schweizer Bergseen, am Yukon in Alaska und durch die Finnische Seenplatte. Man lernt also nicht nur das Paddeln, sondern hat einen wundervollen Blick auf die Flora und Fauna dieser Regionen. Für Naturfreaks, die gern neue Sportarten ausprobieren, also ein Muss.

Das Trekking und Wandern

Anders sieht es da beim Wandern aus. Das Wandern ist eine der Urformen des Aktivurlaubs und kann praktisch überall ausgeübt werden. Wandern ist dabei nicht nur eine Sportart, sondern auch ein Erlebnis für den Geist. Man kann seine Seele reinigen, sich selbst finden, sich auf eine spirituelle Reise begeben, der Natur auf neuen Wegen begegnen oder neue Kulturen und Länder erkunden. Eben eine einzigartige Reise zu Fuß. Das Trekking ist dabei die ultimative Form des Wanderns, da man auf feste Unterkünfte und Zivilisation verzichtet. Man ist also komplett auf sich allein gestellt. Oder verbringt die Nächte in einem Zeltlager gemeinsam mit einer Trekking-Gruppe. Interessante Touren diesbezüglich werden beispielsweise in Peru angeboten. Auf den Spuren der Inkas erkundet man die Natur- und Kulturschätze rund um den Titicacasee und das außergewöhnliche Macchu Picchu.

Je nach Klima müssen beim Trekking spezielle Maßnahmen im Vorfeld getroffen werden. Das heißt, dass die Trekkingausrüstung unterschiedliche Anforderungen erfüllen muss. In den tropischen Gebieten ist ein Schutz gegen übermäßige Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung notwendig. Im Hochland, eben in Peru, können sowohl die Höhensonne als auch die geringe Luftdichte zum Problem werden. Menschen mit Herz- und Atemproblemen sollten definitiv eine solche Tour nicht unternehmen. Wer sich eher für arktische Gebiete, Sibirien oder Russland interessiert, benötigt einen Wind- und Kälteschutz. Natürlich umfasst die Ausrüstung dabei nicht nur die Kleidung, sondern auch die Wahl der Schuhe, des Zeltes, des Schlafsacks und der Kochausrüstung. Umfangreiche Informationen dazu findet man beispielsweise im Outdoor Magazin online.

Im Einklang mit der Natur: Öko-Hostels

Wer nicht unter freiem Himmel oder im Zelt übernachten möchte, kann sich auf seiner Abenteuerreise in ein Öko-Hostel einbuchen. Diese Unterkünfte sind deutlich nachhaltiger als normale Touristenunterkünfte und zeichnen sich durch ein ausgiebiges Öko-Bewusstsein aus. Die Nutzung der Sonnen- oder Windenergie ist dabei nur eine von zahlreichen Optionen, umweltbewusster zu wirtschaften. Schließlich wird durch allzu sorglose Abenteuerurlauber bereits zu viel Natur zerstört. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Schweizer Alpen, in denen Wanderer gern die Wege verlassen und seltene Pflanzenarten einfach zertreten. Die Öko-Hostels sind da eine gute Option, eine Balance zu finden und im Einklang mit der Natur Tourismus zu betreiben.