In einer immer mobiler werdenden Zeit greifen die meisten jungen Menschen zu Laptops, ohne zu hinterfragen, ob ein Desktop-Computer für ihre Bedürfnisse eventuell sogar die sinnvollere Wahl wäre. Die ältere Generation hingegen klammert sich an ihrem Heim-PC, als sei dies ein besonderer Reichtum. Und das obwohl sie ihn nur für einfache Schreibprogramme oder die Vorbereitung von Arbeitsunterlagen benötigen. In diesen Beispielen verdeutlicht sich bestens das Dilemma zwischen den Laptops und den Desktop-Computern. Doch welches Modell ist nun für welche Ansprüche geeignet? Und ist ein Laptop nicht immer die bessere Wahl? Dazu verrate ich euch nun etwas mehr.

Grundsätzlich sind Desktop-Computer dann unverzichtbar, wenn man Unmengen an Daten verarbeiten oder speichern möchte. Denn sie bieten dem Anwender einen deutlich größeren Speicherplatz und mehr Arbeitsspeicher als handelsübliche Laptops. Dadurch ist es auch möglich, problemlos mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen, ohne an Geschwindigkeit einbüßen zu müssen. Ähnlich sieht das bei den neuesten Games aus. Zwar gibt es bereits einige Gaming-Laptops. Jedoch schneiden diese im direkten Vergleich zu Desktop-Computern schlechter ab - und das hat einen Grund: Die meisten in den Laptops integrierten Grafikchips unterstützen die Spiele nur inoffiziell, weshalb man auf Raubkopien zurückgreifen muss. Läuft das Spiel nicht richtig, so hat man schlichtweg Pech gehabt.

Ein weiterer Vorteil der Desktop-PCs besteht darin, dass sie flexibel durch neue Grafikkarten, SSD-Festplatten oder Laufwerke erweitert werden können. Beim Laptop sind solche Bastelarbeiten wesentlich zeitintensiver und mit mehr technischem Geschick verbunden. Auch das Arbeiten vor einem Standcomputer empfinden die meisten Menschen als entspannter, da der Bildschirm in aller Regel größer ist und man dadurch die Augen weniger belastet. Dafür ist ein Laptop aber wesentlich platzsparender und kann flexibler transportiert werden, was vor allem dann ein großes Plus ist, wenn man an heißen Sommertagen auf dem Balkon arbeiten möchte oder sich in die Bibliothek oder ein Café zurückziehen möchte. Mit dem Desktop-PC ist solch ein Ortswechsel nicht so leicht möglich. Ebenso sind Laptops deutlich energiesparender. Das ist nicht zuletzt auf ihren geringeren Arbeitsprozessor und den jeweiligen Stromsparplan zurückzuführen. Auch die Wartung ist bei einem Laptop wesentlich zeitsparender und man muss sich nicht mit Kabelsalat herumschlagen. Denn alle notwendigen Komponenten sind in einem kleinen Gehäuse miteinander verknüpft.

Letztlich gibt es zwischen den Laptops und den Desktop-PCs keinen Sieger oder Gewinner. Vielmehr sollte man sich entsprechend seiner Bedürfnisse für ein Gerät entscheiden. Wer also ein Vielspieler ist, gern Filme auf seinem Computer schaut oder aufgrund von Videobearbeitung oder für CAD-Anwendungen einen großen Arbeitsspeicher benötigt, sollte die Desktops bevorzugen. Für Vielsurfer oder Globetrotter, die nicht so viel Leistung erwarten, ist hingegen ein Laptop die bessere Wahl.